
Neues aus der Stiftung
Bundesministerin Dorothea Bär zu Besuch bei Studierendengruppe WARR
geförderte Projekte |
Im Mittelpunkt: die EX-5. Da die Einladung im Rahmen der Vehicle Presentation erfolgt war, lag der Schwerpunkt auf der neu entwickelten EX-5 des Projekts Nixus. Sie ist das Nachfolgeprojekt des im vergangenen Jahr von der TUM Universitätsstiftung geförderten Rocketry-Projekts. Angetrieben wird sie von einem Flüssigtriebwerk, dessen Treibstoffe nicht wie bisher über Drucktanks, sondern über elektrisch angetriebene Pumpen gefördert werden. Diese Technologie kommt sonst bei großen Trägerraketen zum Einsatz. Die EX-5 soll noch in diesem Jahr starten - nach unserem Kenntnisstand als weltweit erste von Studierenden gebaute pumpengeförderte Rakete.
Außerdem: der Satellit MOVE-IIIa. Im gleichen Zug haben die Studierenden der Ministerin auch das diesjährige Förderprojekt der TUM Universitätsstiftung vorgestellt: den Kleinsatelliten MOVE-IIIa, der Anfang 2027 starten soll. Das Team hat dafür einen eigenen Satellitenbus (BEYOND) und einen Sensor zur Erfassung von Weltraumschrott (DEDRA) entwickelt. Damit greift das Projekt eines der drängenden Themen der Raumfahrt auf: die wachsende Menge an Trümmerteilen in der Erdumlaufbahn.
Neben der technischen Entwicklung beider Projekte haben die Studierenden mit der Ministerin über die Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Startplätzen gesprochen. Für studentische Raketen gibt es in Deutschland und Europa kaum Möglichkeiten. Vor allem aber ging es um den Spirit der Gruppe: die Begeisterung, mit der die Mitglieder neben dem Studium oft nächtelang an ihren Projekten arbeiten, früh Verantwortung übernehmen und dabei Erfahrungen sammeln, die sie direkt in die Raumfahrtbranche mitnehmen.